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Rekord C
Die Opel Rekord C Geschichte
Modellübersicht Rekord C
Technische Daten Rekord C
Prospekte / Berichte Rekord C


Rekord C

Opel Rekord CMit dem Nachfolger des Opel Rekord B (der ja nur ein „gelifteter“ Rekord war und die Einführung der neuen CIH-Motorengeneration unterstützen sollte) wurde am 23.August 66 auf dem neuen Testgelände in Dudenkofen der internationalen Fachpresse ein völlig neues Modell vorgestellt.

Bereits als 1963 die Konzeptentwicklung des Rekord C startete gab Hans Mersheimer, der bis 1967 Technischer Leiter der Adam Opel AG in Rüsselsheim war, die Marschlinie vor. Zum Start dieser Entwicklungsphase sagte er seinen Designern: „ …und eines will ich Ihnen sagen, die Chevrolet-Wagen sind die Schönsten Wagen überhaupt…“

Rekord CSo ist auch nicht verwunderlich, dass als Vorbild des Opel Rekord C die Chevrolet Chevelle fungierte. Die neue Modellsprache im Coke-Bottle-Look setzte mit dem faszinierenden Hüftschwung neue Maßstäbe im Designstudio von Opel.

So gehörten in den USA schon seit den 50er Jahren Hardtop-Konzepte, also Coupes und Limousinen ohne starre B-Säulen, zum guten Ton. In Europa suchte man allerdings vergebens Modelle bei denen sich alle Seitenscheiben komplett versenken lassen. Opels erstes Modell mit festem Stahldach und versenkbaren Seitenscheiben war das Rekord C Coupe` welches im geöffneten Zustand für cabrioähnliches Fahrvergnügen sorgen sollte.

Opel Rekord C HinterachseEine Vielzahl von technischen Neuerungen begeisterte die Fachpresse. So wich z.B. die blattgefederte Hinterachse einer so genannten "Fünf-Lenker-Achse".

Diese Starrachse sorgte mit Schraubenfedern, vier Längslenkern und dem sog. Panhardstab als Querlenker für ein deutlich stabileres Fahrverhalten. Dieses Konzept der Hinterachsführung überdauerte bei Opel bis 1986 fast unverändert. Die Konkurrenz Ford aus Köln verbaute noch bis Ende der siebziger Jahre diese preiswerte Postkutschenkonstruktion in ihren Wagen. Angesichts dieser Tatsache können die Rüsselsheimer stolz auf ihre "spur- und sturzkonstante Hinterradaufhängung" sein.

Opel Rekord C Hinterachse

Des Weiteren überzeugte das Fahrzeug nicht zuletzt als erstes Auto seiner Klasse mit einem serienmäßigen 2-Kreisbremssystem, das nicht nur über vordere Scheibenbremsen verfügte, sondern auch einen Bremskraftverstärker umfasste. Auch das neue Konzept der CIH-Motoren, das einzige Erbe seines Vorgängers, löste Begeisterung aus. Die Ventile wurden nun nicht mehr über Stößelstangen und Kipphebel bewegt, sondern werden von der in den Zylinderkopf verlegten Nockenwelle über Tassenstößel und Kipphebel betätigt. Auch wird der Ventiltrieb nicht mehr über Stirnräder gesteuert. Diese Aufgabe übernimmt fortan eine Duplexkette. Bis in die achtziger Jahre hatte das konstruktive Potenzial, das sich daraus ergab, Bestand.

Opel Rekord C VorderachseViele neue Gedanken flossen in die Entwicklung dieses Wagens ein, der als erster Opel komplett in Rüsselsheim entwickelt wurde. Sicherheitstests und Knautschzonen waren zum ersten Mal Bestandteil der Entwicklung. Auch wenn diese noch nicht bis zur Perfektion verfolgt wurden: Man Polsterte zwar das Armaturenbrett und die „Sicherheitslenksäule“ doch liegt der Tank weiterhin in der Aufprall gefährdeten Zone im Kofferraumboden. Aus heutiger Sicht ist auch verwunderlich, dass trotz der als Option erhältlichen Dreipunktgute, die Kopfstützen fehlten (was aber aus stilistischer Sicht kein Mangel ist).

Rekord C CarAvanOpel Rekord C InnenraumDie Produktion der Limousinen starte im August 66, der Caravan wurde ab Oktober gebaut.

Das Coupe` ließ bis Januar 1967 auf sich warten, obwohl es in der Werbung von Anfang an eine dominierende Rolle einnahm.

CoupèAls sog. Fastbackcoupe ohne B-Säule, also mit voll versenkbarer seitlicher Fensterfront, gelang mit diesem Coupe` Opel der große Wurf.

Ein 2,2 Liter N-Sechszylindermotor mit 95 PS war ebenfalls ab Ende 1966 lieferbar, wurde aber nach nicht mal einem Produktionsjahr wieder eingestellt. Was wohl an der Einführung des Commodore A im Jahr 1967 lag. Auch mussten die Kunden für die Mehrleistung von 5 PS zum 1900S tief in die Tasche greifen, und so blieb diese Motorisierung eine Ausnahmeerscheinung im Motorraum des Opel Rekord C.

Basierend auf dem 1900S in L Ausstattung stellte 1967 Opel den Rekord "Sprint" vor.

Opel Rekord C SprintMit seinen sportlichen Extras wie z.B. Sonderinstrumente, ein schwarz oder silbern lackiertes Heckblech, Sportstahlfelgen und Fünflochachsen sowie einen schwarzen Kühlergrill mit dem Schriftzug "Sprint". Auch Seitenstreifen und Rotwandreifen waren ebenfalls dem Sprint vorbehalten!

Um die Fahrleistungen dem sportlichen Auftreten des Wagens anzupassen wurde der 1,9S Motor mittels zweier Weber 40 DFO Fallstromdoppelvergaser und geändertem Zylinderkopf auf 106 PS gebracht. Die Fahrleistungen des Sprint lagen so zum Teil sogar über denen des Commodore GS.

Der Sprint wurde sowohl als Limousine als auch als Coupe` gebaut, da aber fast ausschließlich Coupes geordert wurden stellte Opel 1969 die Produktion der Sprint-Limousine nach 315 2-türigen und 1255 4-türigen Exemplaren ein.

Auf Grund geänderter Abgasbestimmungen endete die Produktion des Sprint bereits im Herbst 1971, einige Monate vor Ende der restlichen Modellreihe.

Opel Rekord C CabrioAuch ein Cabrio wurde auf Basis der Limousine bei der Fa. Deutsch in Kleinserie für Opel gebaut. Das offene Fahrvergnügen hatte mit einem stattlichen Aufpreis von 4.000.- DM zur entsprechenden Limousine allerdings auch seinen Preis.

Im September 1968 ersetzte das Strassbourg Automatik 3 Ganggetriebe das alte Powerglide 2 Gang Automatikgetriebe.

Parallel konnte auch der Olymat, ein halbautomatisches Dreiganggetriebe von Sachs geordert werden. Der Verkaufserfolg blieb jedoch mäßig. Laut OPEL waren die Klientel für diesen Rekord Kriegsversehrte und Hausfrauen.

Der Opel Rekord C wurde auch in anderen Ländern zum Teil auch mit anderen Modellbezeichnungen gebaut und vertrieben. So wurden in Südafrika, Belgien und der Schweiz der Ranger A , in Brasilien und Uruguay der Chevrolet Opala (oder auch Comodoro), sowie in Mexiko der "Opel Olympico" produziert.

Technische Daten:
Selbsttragendes Fahrgestell: Ganzstahlkarosserie, Vorderachse in Doppel-Querlenkerausführung mit Schraubenfedern und Dreh-Stabilisator, angetriebene Hinterachse als Starrachse ausgeführt mit Längslenkern, Panhardstab und Schraubenfedern.

Motorisierung: 4-Zylinder in Reihe mit je nach Motorenvariante 1500 ccm bis 1900 ccm eine Ausnahme bildet der Rekord 2.2 (Rekord 6), 6-Zylinder-Motor mit 2200ccm.

Leistung (in PS):

  • 58 und 60 bei 1492 ccm Hubraum
  • 75 bei 1698 ccm Hubraum
  • 90 und 106 bei 1897 ccm Hubraum
  • 95 bei 2239 ccm Hubraum (6-Zylinder)
Stückzahl:
1.239.916, 13.245 (Sprint)

Folgende Varianten konnten beim freundlichen Opelhändler bestellt werden (Modellvarianten):

  • 2- und 4türige Limousine
  • Coupe`(beide auch als Sprint)
  • 3- und 5 türiger Caravan und Lieferwagen (auch als Bestatter)
  • und natürlich das Cabrio.
Meilensteine in der Opel Rekord C Modellgeschichte:

  • 10.09.66 - Der Rekord C wird beim Opel-Händler vorgestellt
  • Dez. 66 - Alle Karosserievarianten sind mit dem neuen 2,2N 6-Zylinder
  • Okt. 67 - Sondermodell „Spar –Rekord“ kommt auf dem Markt (einfache Ausstattung und nur in Grau)
  • Jan. 68 - Produktionsbeginn Opel Rekord C Sprint
  • Nov. 68 - 2. Serie des „Spar-Rekord“ jetzt auch in Siriusblau
  • Jan. 69 - Sprint Limousine wird eingestellt
  • Juli 71 - Sondermodell Rekord „Holiday“ mit Schiebedach, Zusatzscheinwerfer und heizbarer Heckscheibe.
  • Sept. 71 - Der Sprint wird eingestellt
  • Jan. 72 - Produktionsende

Motorsport:

Opel Rekord CAuch im Motorsport setzte Opel mit der Opel Rekord C / Commodore A Baureihe Akzente. Als Basis kamen meistens die 2TL Versionen des Rekord C zum Einsatz. Da dem Coupe` ja die B-Säulen fehlten, musste man die Karosserie weiter versteifen, was natürlich ein Mehrgewicht im Vergleich zur Limousine mit sich bringt. Schon in der Serienversion ist das Coupé rund 60 kg schwerer. Dieses Manko konnte die Aoerodynamischere Korosserieform (Das Coupe ist rund 20mm niedriger) nicht aufwiegen.

Der Rekord C Gruppe-5 Rennwagen mit dem Namen „Schwarze Witwe“ ist mit seinem Fahrer Erich Bitter zur Legende geworden. Die Motorleistung von 150 bis 180 PS soll über einen Kompressor erreicht worden sein, der die Luft durch Schlitze vor der Windschutzscheibe ansaugte. Zu weiteren technischen Besonderheiten des Wagens schrieb „Auto motor und sport“ 1968: "Äußerlich zu erkennen waren die Verwendung von Kunststoffteilen, die Verkleidung der Wagenunterseite mit Alublech, eine Hinterachse mit Reaktionsdreieck, Differential mit Ölkühler und ein stabiler Überrollkäfig."

Opel Rekord C Rennwagen blieben allerdings die Ausnahme, meistens wurde der Commodore A als Basis verwendet.


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