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Manta A
Die Manta A Geschichte
Prospekte Manta A


Manta A

Manta Der Manta wurde im September 1970 von Opel vorgestellt. Er war ein 5-sitziges, 2-türiges Coupe mit Hinterradantrieb und wassergekühltem Vierzylinder Frontmotor. Beim Manta handelte es sich um die Antwort der Firma Opel auf den Capri von 1968, der sich sehr gut verkaufte. Eigentlich war der Manta A die Coupe Version des im gleichen Jahr vorgestellten Ascona A, mit dem er technisch völlig identisch war. Ursprünglich gab es ihn mit 3 verschiedenen Motoren. Einen 1,6-l-CIH-Motoren mit 80 PS und mit 68 PS und eine 1,9 l Variante mit 90 PS. Wirtschaftlich war der Manta ein voller Erfolg. Insgesamt wurden 1.056.436 Exemplare gebaut und verkauft. Der letzte Manta lief 1988 vom Band. Zu diesem Zeitpunkt galt er als technisch überholt, obwohl die letzten Modelle bereits mit ungeregeltem Katalysator und 5 Gang Getrieben ausgestattet waren. Das CHI im Namen des Motors bezeichnet eine Bauart des Motors, bei der die Nockenwelle zwar im Zylinderkopf angeordnet ist, aber der Ventiltrieb dennoch Kipphebel und Stößel verwendet. So wird der Vorteil der oben liegenden Nockenwelle nur teilweise genutzt. Die Anfänge der Pony-Car Ära machte Ford mit seinem Mustang in den USA. Unter einem Pony-Car wird ein für amerikanische Verhältnisse kompaktes und leichtes Mittelklassefahrzeug verstanden, das über einen großen und leistungsstarken Motor verfügt. Nach seiner Einführung in der USA im Jahr 1964 war der kompakte und formschöne Mustang sehr erfolgreich. Um den selben Erfolg in Europa zu wiederholen entwickelte Ford den Capri. Die Motorisierung des Capris war allerdings nicht so üppig wie die des Mustangs. Sein Erfolg wurde vor allem durch seine äußere Form hervorgerufen. Um den Erfolg des Capris nicht tatenlos mit ansehen zu müssen, entwickelte Opel relativ kurzfristig den Manta.

Manta Black Magic Seinem Namen verdankt dieser dem Mantarochen. Dieser Fisch, mit dem schnittig-eleganten Aussehen ist vorwiegend in tropischen Meeren zuhause. Der Manta war, vom GT abgesehen, das erste eigenständige Coupe von Opel. Mit ihm sollten hauptsächlich Männer angesprochen werden. Sein sportliches Aussehen hatte der Manta vor allem durch seine niedrige Gürtellinie, die lange Motorhaube und das Heck.

Durch seinen bezahlbaren Preis, die hohen Leistungen und das entsprechende Fahrverhalten, sowie den hohen Komfort für Fahrer und Beifahrer und die Individualität, die sich von anderen Fahrzeugen abhob, entsprach der Manta genau den Trends seiner Zeit. Seine Zielgruppe bestand vor allem aus jungen Menschen. Bei den ersten Mantaversionen mit ihren kleinen Allerweltsmotoren kam allerdings kein wirklicher Sportgeist auf. Einige Tuner machten den Versuch dies mittels Turboaufladungen und Sechszylindermotoren zu ändern.

Opel Manta A Die Versprechen der aufregenden Karosse wurden lediglich von den 1,9 Liter Motoren der GT7E Version ansatzweise gehalten. Ausgezeichnet hat sich der Manta vor allem durch seine selbsttragende Ganzstahlkarosserie und die stoßnachgiebige Heck- und Frontpartie. Ursprünglich war der Manta in 3 Ausführungen erhältlich: als Manta, Manta L und Manta SR. Bei der Vorderachse handelte es sich um eine Schraubenfeder-Einzelradaufhängung mit ungleich langen Querlenkern. Sie verfügte über Teleskopstoßdämpfer und Drehstab-Stabilisator. Bei der Hinterachse handelte es sich um eine Starrachse mit Längslenkern. Sie hatte Schraubenfedern und senkrecht angeordnete Teleskop-Stoßdämpfer. Opels Spezialbezeichnung "Deichselachse" wurde gerechtfertigt durch das, an das Differentialgetriebe angeflanschte Schutzrohr, indem der letzte Teil der Kardanwelle lief. Der erste Manta verfügte über ein voll synchronisiertes Viergang-Getriebe mit einer so genannten Sportschaltung.

In allen Versionen wurde der Manta als 5-sitziges Sportcoupe geliefert. Er zeichnete sich besonders durch die lang gezogene, vorne angeschlagene Motorhaube, eine Heckpartie mit vier runden Rückleuchten, breite Türen mit rahmenlosen Fenstern, und einen schwarzen Kühlergrill mit Rundscheinwerfern aus. Manta und Manta L wurden mit Radkappen und der Manta SR mit Stahlsportfelgen ausgeliefert. Der Manta verfügte über eine Sicherheitszelle mit stoßabsorbierender Sicherheitslenkung. Stark ausgeformte Sitze sorgten für einen besonders hohen Sitzkomfort in dem Sportwagen.

Opel Manta Das L des Manta L stand für Luxus. Seine Ausstattung bestand aus verchromten Armaturen, Leuchten in Handschuhkasten, Motor- und Kofferraum, Seitenwandschwenkfenstern, Radzierringen, einer elektrischen Uhr, verschiedenen Armaturenbeleuchtungen, Aschenbecher, Zigarettenanzünder, Sicherheitsinnenspiegel und verchromtem Auspuffrohr.

Beim Manta SR handelte es sich um eine Rallyeversion der L Variante. Er war für die sportliche Kundschaft gedacht. Von den anderen Versionen unterscheidet er sich durch die Sportfelgen. Außerdem hatte er eine mattschwarze Motorhaube und breite schwarze Seitenstreifen. Der Innenraum verfügte über einen Drehzahlmesser, sowie eine zusätzliche Konsole mit Zeituhr, Amperemeter und Öldruckmesser. Außerdem hatte die Beifahrerseite im Gegensatz zu den anderen Varianten keinen Schminkspiegel. Die SR Variante gab es nur mit 80 PS und 90 PS. Letzterer hatte durch eine veränderte Gesamtübersetzung verbesserte Beschleunigungswerte und eine stärkere Bergsteigekraft. Das Automatikgetriebe wurde für den SR nicht angeboten.

Opel Manta A Ab 1974 wurde die Manta Serie durch den Manta GT/E ergänzt, der das Spitzenmodell der Serie stellte. Erstmals verfügte dieses Modell über einen Motor mit elektronischer Benzineinspritzung. Er hatte 1,9 Liter Hubraum und eine Leistung von 105 PS. Seine Höchstgeschwindigkeit lag bei 188km/h. Optisch unterschied er sich vom Manta SR durch noch breitere Seitenstreifen. Außerdem war ein Frontspoiler serienmäßig, das Fahrwerk etwas tiefer gelegt, die Fensterumrahmungen waren schwarz und die typischen GT/E Schriftzüge waren zu sehen. Heute ist der Manta A GT/E ein gesuchtes Sammlerobjekt. Vor allem wegen seiner nur einjährigen Bauzeit. Die letzten Modelle liefen unter dem Namen Black Magie vom Band, gekennzeichnet waren sie durch die schwarze Lackierung und gelbe/rote Streifen an Frontspoiler und Seitenlinie.

Unter den Bezeichnungen Opel 1900 und Opel Manta wurde dieser auch in den USA verkauft. Sowohl das Basismodell als auch der SR und der L wurden angeboten. Letzterer mit mehr Ausstattung, zu der unter anderem Cordt-Stoffbezüge und Vierspeichen-Stahlsportfelgen gehörten. Einige leistungsgesteigerte Sondermodelle waren mit dem 2,8 Liter Motor des Commodore versehen. Außerdem wurde von Opel eine Turboversion des Mantas getestet, von der zu Testzwecken 10 Stück gebaut wurden. Doch weil der leichte Manta zu schnell ausbrach, gingen diese nicht in Produktion. Dem britischen Dealer Opel Team gelang es eine straßentaugliche Turboversion des Mantas zu bauen, von der allerdings nur 28 Wagen gebaut wurden, da der Turbohersteller Konkurs anmelden musste.


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