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KAD A
Die KAD B Geschichte
Prospekte KAD B


KAD B - Kapitän, Admiral, Diplomat

Opel Admiral Wie schon die Vorgängermodelle, die Opel KAD A, teilten sich der Kapitän, Admiral und Diplomat der Reihe B, die von 1969 bis 1977 produziert wurden, eine Karosserieform. Das Einstiegsmodell in die Oberklasse war bis 1970 der Kapitän. Der Admiral war wie schon bei der Vorgängerreihe die gehobene Ausführung, gefolgt vom Diplomat, der das Spitzenmodell stellte und auch mit einem Chevrolet-V-8 Motor geliefert werden konnte. Die Serie lief 1977 aus, eine C Reihe wurde nicht mehr produziert. Abgelöst wurde die Modellreihe KAD B vom Opel Senator.

Admiral KAD B Für die Produktion der KAD B machten sich die Rüsselsheimer große Mühe und viel Aufwand, da sie sich mit Mercedes-Benz messen wollten. Die Karosserie, die ganz deutlich unter amerikanischen Einflüssen entstanden war, war glattflächig und wuchtig, was allerdings beim europäischen beziehungsweise deutschen Käuferkreis nicht sehr begeistert aufgenommen wurde. Bei Kapitän und Admiral waren die waagrechten Scheinwerfer beibehalten worden und der Diplomat grenzte sich optisch durch eine senkrechte Anordnung der Scheinwerfer von seinen Schwestermodellen ab. Auch die kleineren Rückleuchten des Diplomats waren senkrecht angeordnet.

Neben Knautschzonen und einer stabilen Fahrgastzelle wurde auch der Innenraum großzügig verkleidet, um höhere Sicherheit zu gewährleisten. Zudem waren die Modelle mit Sicherheitslenksäulen und einer Zweikreisbremnsanlage, bestehend aus Scheibenbremsen vorne und Bremskraftverstärkern, ausgestattet. Außerdem bekamen die Prestigemodelle eine teure und aufwändige De-Dion-Hinterachse. Diese wog zwar rund 20 kg mehr als eine herkömmliche Starrachse, doch das Gewicht der ungefederten Massen war geringer. Durch diese Vorrichtung sollte bei leicht ansprechender Federung eine optimale Radführung gewährleistet werden. Auf Wunsch konnte man alle 3 Modelle mit einer pneumatischen Niveauregulierung ausrüsten lassen, was die erlaubte Zuglast auf 2.000 kg ungebremst erweiterte.

Opel Diplomat Die Baureihe war eine der ersten in Deutschland, bei der entscheidende Karosserieteile verzinkt wurden, um schnelle Rostbildung zu vermeiden. Die von den Vorgängermodellen bekannten 2,8 l Sechszylinder waren etwas leistungsstärker als bei den Vorgängermodellen. Kapitän und Admiral waren mit zwei Vergaserversionen erhältlich, die eine Leistung von 132 PS erbrachten und die andere 145 PS. Schon im Jahr 1970 wurde das Einstiegsmodell nicht mehr produziert. Der Admiral wurde auch mit der Benzineinspritzung D-Jetronic von Bosch hergestellt. Damit erbrachte er eine Leistung von 165 PS. Stück für Stück fand der Ausstieg aus der Oberklasse statt. Schon 1970 wurde der Kapitän gestrichen, der Admiral konnte sich mit einer Servolenkung und Automatik bis 1976 halten und ab da nannte er sich auch Diplomat. Aber schon ein Jahr später wurde auch die Produktion des Opel Diplomat eingestellt. Gefolgt wurde die Reihe von Opel Senator und Monza. Dazwischen wurden einige Veränderungen am Kühlergrill vorgenommen, der ab 1972 mit waagrechten Rippen und dem Opelemblem produziert wurde. Auch das Armaturenbrett wurde verändert. Ab 1976 hatte dieses blendfreie Instrumente, ein Vierspeichen-Lenkrad und eine veränderte Anordnung der Schalter. Der Oberklassen-Anspruch des Diplomat wurde mit einer gehobenen Ausstattung, die aus einer Servolenkung Automatikgetriebe bestand, untermauert. Außerdem wurden als Zubehör Klimaanlage, elektrisches Schiebedach, Lederinterieur und elektrische Fensterheber und von innen verstellbare Spiegel, angeboten. Ab 1971 hatte der Diplomat Halogenscheinwerfer und eine Antennenfrontscheibe. Er konnte als 2,8 E Sechszylinder mit 165 PS Leistung oder mit dem Chevrolet V 8 Motor des Vorgängers, der 230 PS hatte, gekauft werden. Beide Versionen sind mit vier innenbelüfteten Scheibenbremsen ausgestattet, da der große Opel durch die starken Triebwerke sehr leistungsstark und schnell war. Zusätzlich war der Diplomat ab 1973 als V8_Langversion erhältlich. 1976 wurde er durch Leichtmetallfelgen, Color-Glas und einer Scheinwerfer-Wischanlage aufgewertet.

Opel Diplomat B Die KAD Familie hatte einige Raritäten zu bieten. So zum Beispiel 4 Diplomat-Cabrios, die 1979 gefertigt wurden und noch immer gut erhalten in Privatbesitz sind. Die Umbauten an diesen Cabrios wurden von den Unternehmen Vissore und Karmann erledigt. Eigens für das ZDF wurden vom Karosseriebetrieb Vogt in Bad Neuenahr einige Wagen zu Fastback-Limousinen mit Schrägheckklappe umgewandelt. Außerdem gab es vom Karosseriebetrieb Vogt noch einige Kombi-Umbauten und Bestattungswagen, die auf dem KAD basierten. Ebenso einige Krankenwagen, die zuerst in Bad Neuenahr verlängert worden waren und anschließend bei Mießen in Bonn ihre Karosserieaufbauten erhielten.

Opel Diplomat V8 Schon bald blieben die Verkaufszahlen aber hinter dem Hauptkonkurenten Mercedes-Benz zurück. 1969 waren noch 17.777 Exemplaren produziert worden. 1974 waren es schon nur noch 1.754 Exemplare. Trotz aller guten Zutaten konnte sich die KAD B Serie nicht durchsetzen, vor allem wegen der zu amerikanischen Karosserie, aber auch wegen des fehlenden Images. Auch die Ölkrise von 1973 machte sich für die KAD B Serie negativ bemerkbar. Opel hatte bereits mit der Entwicklung eines Nachfolgers für die Serie begonnen, musste das Projekt aber aufgrund der Ölkrise einstellen. Auch der schrumpfende Marktanteil der Firma Opel trug zur Einstellung des Projektes bei. Man dachte bei Opel darüber nach, neben der Nachfolge durch den Senator das Oberklasse-Segment durch importierte Chevrolet- und Cadillac-Limousinen zu ergänzen. Dies bot sich an, weil durch den günstigen Dollarkurs gegen Mitte der 70er US-Fahrzeuge in Deutschland sehr beliebt wurden. Dennoch vertrieben letztlich nur sehr wenige Opel-Händler diese Fahrzeuge offiziell.

KAD-Modelle sind inzwischen sehr selten geworden, teils durch die geringen Verkaufszahlen, aber auch durch die Weitergabe von Gebrauchtwagen und den Zeitablauf von über 35 Jahren. Deshalb werden inzwischen die wenigen gut erhaltenen, gepflegten Modelle wesentlich teurer gehandelt als die Konkurrenz von Mercedes. Zudem ist die Ersatzteilsituation bei Opelmodellen wesentlich schwieriger, was eventuelle Reparaturen und den Unterhalt der Modelle teurer macht.


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