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Ascona A
Die Opel Ascona A Geschichte
Prospekte Ascona A


Ascona A

Im Herbst 1970 präsentierte die Adam Opel AG eine neue Modellreihe, die den internen Projektnamen 1450 trug und sich nahtlos zwischen die bestehenden Modellreihen Kadett und Rekordeinfügen sollte. Ursprünglich war geplant, den ersten Opel Ascona als Kadett C vom Band laufen zu lassen. Da jedoch zeitgleich vom Konkurrenten Ford der üppig proportionierte Taunus vorgestellt werden sollte, der sich ansonsten ohne direkten Konkurrenz aus Rüsselsheim präsentiert hätte und sich Bob Lutz, der damals führend im Verkauf tätig war, vehement für die Einführung einer neuen Baureihe stark gemacht hatte entstand so die eigenständige Ascona-Baureihe.

  • 11/1970
    Beginn der Produktion
  • 01/1971
    Luftfiltergehäuse bei 16S-Motoren sowie die Kontur der Sitzlehnen geändert
  • 02/1971
    Neues Opel-Emblem im Sportlenkrad
  • 03/1971
    19S-Motor lieferbar, SR-Version und Sperrdifferential für alle Modelle lieferbar
  • 04/1971
    Entlüftungsgitter an der C-Säule in schwarz
  • 07/1971
    12S-Motor lieferbar (nur für den Export)
  • 08/1971
    Kühlergrill und Lampenzierringe in schwarz, neue Dichtung zwischen Spritzwand und Innenraum
  • 01/1972
    Kunstlederpolster nur noch gegen Aufpreis
  • 03/1972
    12S-Motor lieferbar
  • 04/1972
    Scheibenwischerarme in schwarz, Vierspeichen-Sportfelgen serienmäßig bei den SR-Modellen
  • 05/1972
    Gürtelreifen serienmäßig bei allen Modellen, Sondermodell "Holiday" lieferbar
  • 08/1972
    Sperrdifferential für 16N-Modell nicht mehr lieferbar, Wegfall des Holzdekors beim Voyage-Modell
  • 09/1972
    Betätigung der Wisch/Waschanlage über Schalter am Blinkerhebel, heizbare Heckscheibe bei Luxus-Modellen und beim Voyage serienmäßig
  • 10/1972
    Holzdekor-Instrumentenabdeckung beim Luxus-Modell serienmäßig
  • 11/1972
    Stoßstangenhörner komplett aus Gummi
  • 02/1973
    Drehstromlichtmaschine mit 35 Amp. und abblendbarer Innenspiegel für alle Modelle serienmäßig, neues Handschuhkastenschloß, Sperrdifferential nur noch für 16S- und 19S-Motoren lieferbar
  • 04/1973
    aufsteckbare Kopfstützen vorn bei allen Modellen sowie elektrische Scheiben Wisch/Wasch-Anlage beim SR-Modell serienmäßig
  • 06/1973
    eckige Außenspiegel für alle Modelle, 3-Punkt-Sicherheitsgurte vorn serienmäßig
  • 08/1973
    neuer schwarzer Kunststoffgrill, Scheinwerfer Wisch/Wasch-Anlage lieferbar, Scheibenwischerschalter am Blinkerhebel, neue Mittelkonsole und zwei zusätzliche Frischluftdüsen vorn für alle Modelle, zwei Düsen für die Scheibenwischanlage auf der Motorhaube, Holzdekor-Instrumentenverkleidung serienmäßig, vier neue Signalfarben lieferbar, neue Fensterkurbeln, neues Design der Zusatzinstrumentenkonsole beim SR-Modell
  • 10/1973
    eckige Außenspiegel für alle Modelle, 3-Punkt-Sicherheitsgurte vorn serienmäßig
  • 01/1974
    Vierspeichen-Sportfelgen für alle Modelle serienmäßig
  • 03/1974
    neue Motorhalterungen für alle Modelle, PVC-Seitenschutzleisten lieferbar, Voyage jetzt auch als CarAVan (Standardmodell) lieferbar
  • 06/1974
    elektrische Scheibenwaschanlage serienmäßig
  • 09/1974
    abschließbarer Tankdeckel nur noch gegen Aufpreis, Drehstromlichtmaschine mit 45 Amp. serienmäßig beim SR-Modell
  • 11/1974
    schwarze Recaro-Sportsitze für vorne lieferbar
  • 01/1975
    die Leistung der 16N-, 16S- und 19S-Motoren wurde reduziert, Sondermodell "Swinger" lieferbar
  • 03/1975
    größere Bremsen vorne und hinten für alle Modelle, Stoßstangenhörner werden ersetzt durch Gummileisten, Stahlgürtelreifen und dickerer Schalthebelknauf serienmäßig
  • 05/1975
    Drehstromlichtmaschine mit 45 Amp. serienmäßig, Sondermodell "Sommer Bazar 75" lieferbar
  • 06/1975
    elektrische Heckscheibenheizung serienmäßig
  • 07/1975
    Produktionseinstellung

Das Fahrzeug erweckte bei seiner Präsentierung in Turin auf den ersten Blick Begeisterung; für das geradlinige, schnörkellose Design war Chefdesigner "Chuck" Jordan verantwortlich. Großes Aufsehen erweckte der Ascona bei seiner Premiere jedoch nicht mehr, denn der technisch identische Manta war ihm um wenige Wochen zuvorgekommen und alle Welt hatte in erster Linie Interesse für Rüsselsheims Geheimwaffe gegen den legendären Capri und erst in zweiter Linie für den eher bieder gezeichneten Ascona. Dieses Image scheint ihm bis heute erhalten geblieben zu sein, denn obwohl bis zum Herbst 1975 nahezu 650.000 Einheiten produziert wurden ist der Ascona A heute so gut wie nicht mehr zu sehen.

Der Opel Ascona A wurde, ebenso wie der Manta A, schon während seiner Entwicklungsphase für den US-Amerikanischen Markt vorbereitet und im Oktober 1970 in Detroit vorgestellt. Die Fahrzeuge für den US-Markt wurden ausschließlich im General-Motors-Werk in Antwerpen produziert und von dort über Rotterdam an die Buick-Händler in die USA geliefert. Sie erhielten jedoch eine andere Verkaufsbezeichnung als in Europa.

Die Ascona Limousine wurde als "Opel 1900 Sedan mit den Modellnummern 51 und 53 und der Ascona Caravan bzw. Voyage als "Opel Station Wagon mit der Modellnummer 54" verkauft; ab dem Modelljahr 1973 wurde die Bezeichnung für den Caravan in "Opel Manta Sport-Wagon" geändert. Die 4-türige Limousine war ab dem Modelljahr 1972 für den amerikanischen Markt nicht mehr erhältlich. Im Gegensatz zu der europäischen Ausführung war der Ascona in den USA zunächst ausschließlich mit dem 19S-Motor und in Kombination mit einer sehr hochwertigen Ausstattung erhältlich. Damit auch die strengen Abgasnormen erfüllt werden konnten waren die 19S-Motoren in der Leistung auf 78 DIN-PS herunter gesetzt worden.

Ab dem Modelljahr 1975 war zudem ein Einspritzmotor mit geregeltem Katalysator und einer Leistung von 102 DIN-PS erhältlich, der jedoch, zunächst örtlich begrenzt, nur für den Markt in Kalifornien gedacht war. Um den erhöhten Sicherheitsanforderungen entsprechen zu können, waren die Fahrzeuge mit serienmäßig vorhandenen Sicherheitsgurten und einer Warnlampe, zusätzlichen Versteifungen in den Türen sowie seitlichen Leuchten in den Kotflügeln und seitlich um die Seitenteile herumgezogenen Rückleuchten ausgestattet. Ab dem Modelljahr 1974 kamen zudem größere Stoßstangen aus Aluminium zum Einsatz, die vor bis zu 5 mp/h Stoß geschützt waren.

Es wurden verschiedene Ausstattungsvarianten produziert. Der A-Ascona war neben der Grundausstattung grundsätzlich in 2 weiteren Ausstattungsvarianten, nämlich der Luxus- und der SR-Ausstattung erhältlich gewesen. Außerdem konnte man die Fahrzeuge mit weiterem Sonderzubehör ausstatten lassen. Nachfolgend folgt eine Übersicht über die Ausstattungsvarianten, das Sonderzubehör und die Besonderheiten der US-Export-Modelle:

Die Luxusausstattung (L) verfügte über einen Make-up-Spiegel in der rechten Sonnenblende, einen abblendbaren Innenspiegel, der ab Februar 73 sogar serienmäßig wurde, eine Mittelkonsole mit Ablagefächern, einen Aschenbecher und Zigarrettenanzünder vorne mit Beleuchtung, zwei zusätzliche Aschenbecher in der Font, einen Haltegriff rechts am linken Dachrahmen, eine Beleuchtung für den Handschuhkasten, Kofferraum und Motorraum, eine Elektrische Uhr, eine Kontrollleuchte für die Handbremse kombiniert mit einer solchen für die Kupplung, Stoßstangenhörner, die ab März 75 durch PVC-Leisten an der Stoßstange ersetzt wurden, Chromzierstreifen an Tür- und Seitenverkleidungen, Teppichboden vorne und hinten, Holzfurnier auf der Abdeckung der Instrumente, welcher ab August 73 serienmäßig wurde, Ausstellfenster hinten beim 2-Türer, Zierleisten an allen vier Radausschnitten und an den Schwellern, Zierleisten an den Regenrinnen und seitlichen Fensterrahmen, Radkappenzierringe, Doppelter Seitenstreifen an den Karosserieflanken und einer Chromblende am Auspuffrohr.

Die SR Ausstattung verfügte über ein Sportlenkrad, einen Drehzahlmesser, Holzfurnier auf der Instrumentenabdeckung, welche ab August 73 serienmäßig wurde, Zusatzinstrumentenkonsole die mit einer Zeituhr, einem Amperemeter und einem Ölmanometer ausgestattet ist, einen doppelten Seitenstreifen an den Karosserieflanken, ein verchromtes Auspuffendrohr und Sportfelgen. Zur Sonderausstattung gehörten 3-Punkt-Sicherheitsgurte vorne, die ab Juni 73 serienmäßig wurden, ein Stahlkurbeldach, ein Vinyldach, Metalliclackierung, Parkleuchten, eine heizbare Heckscheibe die ab Juni 73 serienmäßig wurde, ein 3-Gang-Automatikgetriebe, Halogennebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten, getönte Front- und Heckscheibe, Sperrdifferential, rechter Außenspiegel, Scheinwerfer und Wischer/Waschanlage.

Die US-Export-Ausführung verfügte über eine Klimaanlage und Weißwandreifen.

Während seiner Bauzeit waren 4 Sondermodelle des Opel Ascona A erhältlich. Nachfolgend sind die Besonderheiten und Details aufgeführt.

Der Ascona A "Holiday" ab Mai 1972 bis zum August 1973 in den Außenlackierungen Ziegelrot, Citrusgelb oder Ocker und mit der 16 S-Motorisierung erhältlich. Innerhalb der "Holiday-Serie" waren zeitgleich Ausführungen als Manta A und Kadett B erhältlich. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehörten eine heizbare Heckscheibe, 35-Amp Lichtmaschine, Halogen-Nebelscheinwerfer und Nebenschlußleuchte, Gürtelreifen 165 SR 13, Sportfelgen, Radzierringe, Kopfstützen, 3-Punkt Sicherheitsgurte vorne und wahlweise Automatik gegen 700 DM Aufpreis.

Der Ascona A "Plus" war ab Oktober 1973 bis zum August 1974 in den Außenlackierungen Signalgelb, Signalrot, Signalgrün oder Signalblau und mit der 16 N-Motorisierung erhältlich. Innerhalb der "Plus-Serie" waren zeitgleich Ausführungen als Manta A erhältlich. Zu der Ausstattung gehörten hier Sportfelgen, Gürtelreifen 165 SR 13, verstärkte Lichtmaschine mit 45 Amp und Kopfstützen.

Der Ascona A "Sommer Bazar" war ab Mai 1975 bis zum August 1975 in den Außenlackierungen Signalgelb, Signalrot, Signalgrün oder Signalblau und mit der 12 S Motorisierung erhältlich. Innerhalb der "Sommer Bazar-Serie" waren zeitgleich Ausführungen als Manta A erhältlich. Die Merkmale der Ausstattung waren Sportfelgen, Kopfstützen und bei Fahrzeugen mit Seitenstreifen Sportaußenspiegel.

Der Ascona A "Swinger" war ab Februar 1975 bis zum Ende der Bauzeit mit der 12 S Motorisierung entweder in der Außenlackierung Polarweiß kombiniert mit seitlichen roten Sportstreifen oder aber in den in den Außenlackierungen Signalgelb, Signalrot, Signalgrün oder Signalblau erhältlich. Innerhalb der "Swinger-Serie" waren zeitgleich Ausführungen als Manta A und Kadett C erhältlich. Die Ausstattung wurde ergänzt durch Stahlgürtelreifen, Sportlenkrad, Heizbare Heckscheibe, verstärkte Lichtmaschine, seitlicher roter Sportstreifen, der allerdings nur bei einer Außenlackierung in Polar weiß erhältlich war und Sportfelgen in Wagenfarbe ebenfalls nur bei einer Außenlackierung in Polar weiß.



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